Patienteninformation SLIT                      

 

 

Patienteninformation SLIT                      

 

 

Aufgrund Ihrer Beschwerden und Befunde haben wir Ihnen den Beginn einer Sublingualen Immuntherapie (SLIT) empfohlen.

 

Für einen optimalen Ablauf und Erfolg der Therapie ist eine gute Kooperation zwischen Arzt und Patient besonders wichtig.

 

 

Deshalb ist es für uns wichtig, dass sie

  • Ein Beschwerdetagebuch führen(z.B. mit www.pollendiary.com/Phd/de/start)
  • Die SLIT täglich einnehmen, am besten am Vormittag (sollten Nebenwirkungen auftreten, so ist zu dieser Zeit ein Arzt leichter zu erreichen)
  • Uns informieren, sollten sie andere Medikamente einnehmen

 

 

 

 

 

Was ist eine SLIT?

 

Die SLIT ist ein relativ neues Verfahren zur Hyposensibilisierung von Allergien, ihr Langzeiteffekt ist noch nicht genau bekannt. Auch gibt es bisher nur bei Gräserallergie gute Daten hinsichtlich der Wirksamkeit. Bisher gibt es keine gute Datenlage bezüglich der Wirksamkeit einer SLIT bei allergischem Asthma.

 

Im Gegensatz zur „klassischen“ subcutanen Immuntherapie (SCIT) bekommen sie das Allergen nicht in Form von Injektionen (Spritzen) zugeführt, sondern als Tabletten.

 

Dies hat für sie den Vorteil, dass sie die Therapie zu Hause selbst durchführen können und so nicht 1x im Monat zum Spritzen in eine Arztpraxis kommen müssen.

!!!!Dies bedeutet aber, dass der Erfolg der Therapie wesentlich davon abhängt, dass Sie das Medikament täglich einnehmen!!!!

 

Die erste Tablette erhalten Sie bei uns in der Praxis, um zu sehen ob Sie die Therapie vertragen.

 

Wie lange dauert eine SLIT?

 

Die SLIT dauert so wie die SCIT ca. 3 Jahre.

 

Für welche Patienten ist eine SLIT geeignet?                                 

 

  • zuverlässige Patienten mit einer Gräserallergie
  • Patienten, die den zeitlichen Aufwand einer SCIT (z.B. aus arbeitstechnischen Gründen) nicht aufbringen können
  • Patienten, die Angst vor Spritzen haben (z.B. Kinder)

Welche Nebenwirkungen treten bei einer SLIT auf?

 

Als Nebenwirkungen treten vor allem lokale, vorübergehende Schleimhautreaktionen (Juckreiz oder Missempfindungen in der Mundhöhle, Mundschleimhautschwellung, Halsreizung) auf.

Schwere systemische Nebenwirkungen treten bei der SLIT äußerst selten auf.

 

 

Wie funktioniert eine Hyposensibilisierung eigentlich?

 

Im Fall einer Allergie reagiert das Immunsystem auf Substanzen die normalerweise für den Körper keine Gefahr darstellen (wie z.B. Pollen), mit der Produktion von Antikörpern. Diese führen dann zu Reaktionen im Körper (wie z.B. der Ausschüttung von Histamin aus Mastzellen) die Ihre Allergiebeschwerden hervorrufen.

 

Bei einer Hyposensibilisierung wird Ihnen das entsprechende Allergen immer wieder zugeführt, so dass ihr Körper anfängt das Allergen zu tolerieren und die inadäquate Reaktion auf Kontakt mit dem Allergen sich vermindert/ ausbleibt.

 

 

Literatur:

http://www.allum.de/

http://www.uni-duesseldorf.de/AWMF/index.html

 

 

 

Stand 2017                                                                            Doz. Dr. Kofler 

 

 

 

 

 

 

 



[drucken]

<< zurück