In vitro Diagnostik

DIE IN-VITRO-DIAGNOSTIK UMFASST DERZEIT:

Blutabnahme zur Bestimmung von:

GESAMT IG-E:
Erster Hinweis für Atopie in Verbindung mit Bestimmung

 

Die Bestimmung des Gesamt-IgE ermöglicht die Bestimmung der Gesamtmenge des zirkulierenden IgE in menschlichem Serum oder Plasma. IgE-Antikörper treten als Ergebnis einer Sensibilisierung auf Allergene auf, Erhöhte Werte an zirkulierendem Gesamt-IgE zeigen sich normalerweise bei Patienten mit atopischen Typ I Erkrankungen wie allergischem Asthma, Heuschnupfen oder atopischem Ekzem. Die Grenzwerte sind aber auch nicht sehr exakt festgelegte Übereinstimmungen, die Werte selber werden auch hier durch eine Reihe weiterer nicht allergischer Faktoren mit beeinflusst, sodass der Wert NUR im Zusammenhang mit Anamnese körperlicher Untersuchung und ev weiteren Kofaktoren sinnvolle Interpretation ermöglicht. Die seit einigen Jahren zunehmend geübte Praxis, bei Gesunden-Untersuchungen das Total IgE prophetisch mitzubestimmen, führte dazu, dass nicht wenige klinisch völlig symptomlose Patienten beunruhigt sich für Allergieuntersuchungen anmelden („weil der Allergiewert erhöht ist“!).

Erwartete Testwerte

Die Serumkonzentration des Gesamt-IgE ist altersabhängig. Sie steigt während der Kindheit und im Alter von ca. 10 Jahren erreicht das Serum-Gesamt-IgE die Werte, die im Erwachsenenleben beibehalten werden.( Quelle: Thermofisher.at)

Alter

Geometrisches
Mittel
(kU IgE/l)

+ 1 SD
(kU IgE/l)

Alter

Geometrisches
Mittel
(kU IgE/l)

+ 1 SD
(kU IgE/l)

Wochen

Jahre

 6

 0,6

 2,3

 2

 5,7

 23

 Monate

 3

 8,0

 32

 3

 1,0

 4,1

 4

 10

 40

 6

 1,8

 7,3

 5

 12

 48

 9

 2,6

 10

 6

 14

 56

 12

 3,2

 13

 7

 16

 63

         

 8

 18

 71

 9

 20

 78

 10

 22

 85

 

 

(Tabelle nach Thermo-Fisher)

 

Spezifische IgE Antikörper

Zeigen bei pos. Befund zuerst eine Sensibilisierung an:

 

Spezifische IgE-Antikörper  werden von spezialisierten B Zellen aufgrund der Sensibilisierung auf ein  Allergen produziert und zirkulieren kurze Zeit im Humanserum und -plasma. Die Messung der zirkulierenden IgE-Antikörper aus einer Blutprobe ermöglicht eine Quantifizierung und damit Bewertung der Sensibilisierung auf ein Allergen- immer in Übereinstimmung mit der Anamnese und klinischen Untersuchung.

Im Allgemeinen (Ausnahmen bestätigen hier wie immer die Regel) zeigen niedrige IgE-Antikörperwerte eine geringere Wahrscheinlichkeit einer klinisch aktuellen Erkrankung an. Die Wahrscheinlichkeit für das Auftreten von klinischen Symptomen steigt mit zunehmender Konzentration der allergenspezifischen IgE-Antikörper an. Der Teufel steckt aber auch hier im Detail, weil für jedes einzelne Allergen (und weiteren Faktoren wie Alter und Geschlecht und Vorerkrankungen genauso wie vom Labor verwendete Messmethode und Qualitätskriterien) die dafür aussagekräftigen IgE Spiegel sehr unterschiedlich sind!


ECP (EOSINOPHILIC CATIONIC PROTEIN):
Verlaufsparameter allergischer Entzündung, gute Aussagekraft aber aufwändige Präanalytik

"PRÄZIPITIERENDE" Ig-ANTIKÖRPER:
zur Erfassung von
Typ III Allergien (" Farmerlunge")


TRYPTASE:
Wichtiges Molekül der Mastzelle:  Ausschüttung und erhöhte Werte im Rahmen allergischer Soforttypreaktionen und bei Mastozytosen.

Vorteil gegenüber anderen Mastzellmetaboliten: relativ stabil, kann wärend eines allergischen Geschehens (sinnvoll: serielle Abnahme) abgenommen , gekühlt aufbewahrt werden.
Spätere Bestimmung jederzeit möglich.

ALLERGENANALYSEN (SCHIMMELPILZE, MILBEN ALLERGENE):

Allergenanalysen können wichtige Hinweise über Allergenquellen im unmittelbaren Umfeld des  Patienten liefern. Weiter ermöglichen sie die Überprüfung der Qualität von Sanierungsmassnahmen. (siehe Allergenanalysen)


(Alle Leistungen werden über Krankenschein direkt mit allen Kassen verrechnet!)

 

Labor Hotline für Ärzte (Befundauskunft und Anforderung von Verbrauchsmaterialien):

06764367734


 

H. Kofler 2017



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