Allergie

Allergie:

Ein Begriff, der vor über 100 Jahren (Clemens v. Pirquet 1906) geprägt worden ist, um eine besondere Reaktionsfähigkeit im Sinne einer krankmachenden Überempfindlichkeit zu beschreiben.

Allergien können sich an einem oder mehreren Organen (Nase, Auge, Lunge, Haut, Magen-Darmtrakt) , einzeln oder nebeneinander manifestieren.
In den letzten Jahrzehnten ist unser Wissen um die Art und Zusammenhänge der allergischen, entzündlichen Mechanismen zwar um ein Vielfaches gestiegen - dennoch, wissen wir alle, müssen wir auch ein Ansteigen der allergischen Erkrankungen beobachten. 

Neben dem „wie“(wie läuft eine allergische Reaktion ab) werden immer mehr Faktoren des “warum“ (nehmen Allergien zu) in der Behandlung und vorbeugenden Beratung (Prävention) des allergischen Patienten wichtig. 

Meine Mitarbeiterinnen und ich verstehen die Abklärung von allergischen Symptomen als eine komplexe Zusammenarbeit mit Ihnen, in der Sie als wichtiger Teilnehmer in einer stufenweise fortschreitenden Diagnostik und Behandlung mit uns zusammenarbeiten sollen.

 

Bitte verstehen Sie, dass die nicht selten geübte Praxis, Allergie könne leicht und einfach bloß durch Blutabnahme (je mehr, desto besser?) bestimmt werden, sehr einseitig ist, und eine saubere Diagnostik nicht ersetzen kann.
Der erste und wichtigste Schritt in der Allergiediagnostik ist die Erhebung einer guten Anamnese.
Ihre Erinnerungen, event. Aufzeichnungen, Nahrungsmittel-Tagebuch,  Mitnahme von Medikamenten, Vorbefunden sind dabei sehr hilfreich.
Fast immer folgt als nächster Schritt, die Hauttestung und falls erforderlich als weiterer Schritt, die Labordiagnostik.
Diese Stufendiagnostik hat sich, abgesehen von besonderen Ausnahmen, bewährt.

Klinisch auftreten können Allergien als sog. Soforttyp Allergien (Typ I), wie

Pollinose, allergische Rhinitis, (Heuschnupfen)
- Bindehautentzündung,
- Asthma,
- Nahrungsmittelallergien,
- Medikamentenallergien,
- Insektengiftallergien,
- Nesselsucht (Urticaria)

sowie Typ IV Kontaktallergien

- iiritierte und allergische Ekzeme (z.B. berufs- und umweltbedingt).

Andere Allergieformen kommen natürlich vor, spielen aber zahlenmäßig eine geringere Rolle.

H. Kofler 2017



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